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29-01-2021

Blog Kitemark Zertifizierung - Teil 5

 

Teil 5:  Anwendung auf Projekte 2

In dieser Blogserie versuche ich zu erklären wie VAN AKEN als 1. Architekturbüro in der Europäische Union ein KitemarkTM Zertifikat für BIM Level 2 gemäβ ISO 19650 erhalten hat. Ich werde unsere Erkenntnisse auf unserem Weg zu einem KitemarkTM Zertifikat beschreiben und hoffentlich mehr Architekturbüros dazu ermutigen uns beim Erreichen eines KitemarkTM Zertifikat für BIM Level 2 gemäβ ISO 19650 zu folgen.

Falls Sie meine vorherigen 4 Blogs dieser Serie verpasst haben, lesen Sie sie hier.

Wie der Auftraggeber müssen auch die Auftragnehmer Dokumente erstellen, bevor mit der Produktion von Informationen gestartet wird. Es würde zu weit führen um  all diese Dokumente in diesem Blog zu behandeln, aber ich werde einige hervorheben. Im Falle einer Ausschreibung muss ein Information Delivery Team die Ausschreibungsunterlagen an den Kunden senden. Diese Ausschreibungsunterlagen enthalten einige neue Teile, die wir in den Niederlanden noch nicht kennen (zumindest für unseren Kurs, siehe Blog 1, ich hatte noch nie davon gehört). Die Ausschreibungsunterlagen sollen dem Kunden einen besseren Einblick in die Art und Weise geben, wie das Information Delivery Team seine Informationsanforderungen zu erfüllen gedenkt.

In der ISO 19650-2 wird detailliert erklärt, was in den verschiedenen Dokumenten stehen sollte aber der große Nachteil den ich erlebt habe, war das es schwierig ist wirklich gute Beispiele für einige Dokumente zu finden, wenn es sie überhaupt gab. Selbst in dem Kurs    den wir folgten (siehe Blog Teil 1), durften keine konkreten Beispiele gezeigt werden, im Zusammenhang mit Eigentumsrechten. Es lag also an mir, diese spezifischen Dokumente so zu erstellen, dass sie den ISO-Normen (und letztlich dem Audit) entsprachen. Ich hatte einige Beispiele im Internet gefunden aber die basierten auf der PAS 1192 (dem englischen Vorgänger der ISO 19650-2:2018), so dass die nicht ganz den Anforderungen entsprachen.

Ein weiterer großer Teil des ISO-Standards ist das Common Data Environment. Das CDE muss vom Auftraggeber oder von einem vom Auftraggeber beauftragten Dritten gemäß ISO 19650-2 erstellt werden. Wir versuchen immer sicherzustellen, dass das CDE unter der Flagge des Kunden eingerichtet wird, so dass der Kunde der Eigentümer des CDE ist. Das bedeutet nicht, dass sie das CDE selbst einrichten müssen, das können wir natürlich für sie erledigen. Der Grund dafür ist, dass der Auftraggeber auf diese Weise jederzeit Eigentümer der Daten auf dem CDE ist und die Daten dadurch auch sicher sind. Sollte eine dritte Partei das CDE verwalten und ermöglichen und nicht mehr im Projekt aktiv sein, besteht immer ein Risiko (z. B. Sperrung des Zugriffs auf das CDE), wenn diese der Eigentümer des CDE sind.

Die genaue Einteilung des CDE wird in der ISO 19650-2:2018 nicht behandelt, nur die Haupteinteilung und das Verfahren zum Austausch von Daten zwischen den Hauptordnern. Das Arbeiten mit diesen sogenannten Genehmigungsverfahren am CDE scheint für die meisten Menschen gewöhnungsbedürftig zu sein. Es handelt sich um eine neue Art des Umgangs mit Daten, die durch die ISO-Norm ganz klar vorgeschrieben ist. Deshalb achte ich in der Regel darauf, dass während der Mobilisierungsphase (Prüfung u.a. von Produktionsmethoden und -verfahren vor Beginn der eigentlichen Produktion von Informationen) eine ausführliche Beschreibung der Anwendung dieser Genehmigungsverfahren auf dem CDE erfolgt, ergänzt durch kleine Demonstrationsfilme.

Dies ist der letzte Blog über die Erfahrungen, die wir auf unserem Weg zur Kitemark-Zertifizierung gemacht haben. Ich hoffe, es war für Sie als Leser interessant. Folgen Sie uns weiter!
Für weitere Informationen können Sie mich jederzeit kontaktieren: bart.jeurissen@vanaken-cae.nl