Aktuell

22-01-2021

Blog Kitemark Zertifizierung - Teil 4


Teil 4
:  Anwendung auf Projekte 1

In dieser Blogserie versuche ich zu erklären wie VAN AKEN als 1. Architekturbüro in der Europäische Union ein KitemarkTM Zertifikat für BIM Level 2 gemäβ ISO 19650 erhalten hat. Ich werde unsere Erkenntnisse auf unserem Weg zu einem KitemarkTM Zertifikat beschreiben und hoffentlich mehr Architekturbüros dazu ermutigen uns beim Erreichen eines KitemarkTM Zertifikat für BIM Level 2 gemäβ ISO 19650 zu folgen.

Falls Sie meine vorherigen 3 Blogs dieser Serie verpasst haben, lesen Sie sie hier.

Ein sehr wichtiger Teil der KitemarkTM-Zertifizierung sind die projektspezifischen Anwendungen. Man muss in der Lage sein nachzuweisen, dass alle Klauseln der Norm auf einem Projekt angewendet wurden (dies kann alles auf ein Projekt bezogen sein, ist aber nicht notwendig). Das macht das KitemarkTM-Zertifikat meiner Meinung nach so besonders, denn alle Träger des Zertifikats haben bewiesen, dass sie die Prozesse zur Formulierung, Planung, Produktion, Lieferung und Kontrolle digitaler Informationen und Informationsanforderungen für die gesamte Lieferphase beherrschen und auf konkrete Projekte anwenden. Das ist natürlich nicht so einfach wie es scheint, zumal man Kunden und Projektpartner davon überzeugen muss das Projekt gemäß der Norm ISO 19650-2 aufzustellen. Außerdem bedeutet es in vielen Fällen mehr Arbeit in den Vorbereitungsphasen (die Phase vor der Informationserstellung), um die erforderlichen Dokumente zu erstellen. Wenn man dann aber erklärt warum die Norm diese Arbeitsweise vorschreibt stellt sich heraus das sie eigentlich von allen weitgehend verstanden wird. Alle in der Norm beschriebenen Prozesse beruhen auf dem Prinzip das der Informationsbedarf und die Informationsbereitstellung klar definiert sein müssen. Die Essenz der Norm kann wie folgt dargestellt werden:

  1. Formulierung des Informationsbedarfs; .
  2. Planung von Informationslieferungen;
  3. Informationslieferungen;
  4. Informationen genehmigen.

Dies gilt sowohl für die Bereitstellung von Informationen zwischen Auftraggeber und Hauptauftragnehmer(n) als auch zwischen Hauptauftragnehmer(n) und Auftragnehmer(n). Wenn wir dann den gesamten Prozess betrachten, beginnt er natürlich mit dem Informationsbedarf des Kunden. Die ISO 19650-2 geht davon aus, dass der Auftraggeber Dokumente erstellt, in denen neben dem ILH auch andere Dinge geregelt werden müssen, wie z.B. Liefermeilensteine, vorgeschriebene Standards, evtl. vorgeschriebene Methoden und Verfahren und bestimmte Verpflichtungen. Bei den meisten unserer Kunden sind diese Informationsanforderungen nicht oder nicht vollständig vorhanden. Das bedeutet, dass wir, wenn wir als Hauptauftragnehmer für das Projekt fungieren, unserem Kunden helfen können vollständige Informationsanforderungen zu erstellen. Es kann aber auch sein das wir auf die Informationsanforderungen des Auftraggebers verzichten und stattdessen umfassende Informationsanforderungen des Hauptauftragnehmer erstellen, um die fehlenden Teile trotzdem anzufordern.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie mich bitte: bart.jeurissen@vanaken-cae.nl